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1. -24. Juni 2022 | Queer Moments in Lost Places 
6. -8. Mai 2022 ART AUSTRIA | STAND 12   | „CLOSER“ BY BARBARA ESSL
CARWASH in Mussolinis former arms factory in Venice | 120 x90 cm | limited edition | © Barbara Essl 2020
CLOSER – Kunst geboren aus dem Diktat des Abstandhaltens. In einer Zeit, in der Kontakte und Ausgänge als unangebracht postuliert wurden. Aus gerade diesem Auseinanderdriften entwirft die Fotokünstlerin Barbara Essl eine irritierende Gegenwelt, die auf den ersten Blick echter als das Leben wirkt – Next Normal eben.
Ein Mikrokosmos des Glücks, geschaffen mit Miniaturen, die in der Fülle ihres Lebens stehen. In dem OeuvreCloser entsteht aus einem Potpourri aus Gegenständen, eingebettet in „Lost Places“, eine neue Dimension des Alltags.  Die Welt des Großen im Kleinen. Losgelöst von ursprünglicher Form, Funktion und bisheriger Bedeutung, transformiert in eine Traumwelt.
Die aktuelle Werkserie bildet etwa den Mikrokosmos eines Sommernachmittags im verwaisten Autokino ab – „Game over“ als Metapher für einen Paradigmenwechsel. In ihren aktuellen Arbeiten stellt die österreichische Künstlerin die Frage: „Können wir so weiter machen wie bisher, obwohl nichts mehr so sein wird, wie es einmal war?“
Auch „Car Wash“, scheinbar banales Autowaschen in einem sexuell aufgeheizten Ambiente, wirkt in der kalten Kulisse einer aufgelassenen ehemaligen Waffenfabrik von Mussolini in einem anderen Licht.
„Last Exit“, über eine Treppe steigen Menschen wie Lemminge in einen Kopf ein. Dies erinnert an die Szene eines Flugzeuges kurz vor dem Start. Doch wohin geht die kollektive Reise? In eine neue künstliche Intelligenz, die uns das Denken abnimmt?
Und schließlich „Bubble“ mit der Ikone Barbie, komplett künstlich einem abstrusen Schönheitsideal nacheifernd, eingeschlossen in ihrer künstlichen Blase, auf der unersättlichen Jagd nach „Likes“ und einem viralen Siegeszug in einer virtuellen Welt. Mit klimpernden Wimpern will sie den Rosenkavalier in ihrer Hand als poppige Sirene der Moderne in ihren Bann ziehen, hinein in eine Welt, in der die Bubble jederzeit platzen kann.
Barbara Essl bricht in ihrer Kunst mit herkömmlichen Betrachtungsweisen und komponiert auf beinahe spielerische Weise eine fremde Welt. Nichts ist wie es scheint. Damit eröffnet sie ein neues Kapitel und schafft es so starre Grenzen, enge Sichtweisen aufzulösen. Kunst liegt nicht nur im Auge des Betrachters, sondern erfindet sich immer wieder neu und bestenfalls löst die Fotokünstlerin mit ihren Arbeiten unmittelbare Emotionen und die Suche nach Wahrheiten aus. Intuitiv drückt Barbara Essl dem Außen durch bewusste Arrangements ihren künstlerischen Stempel auf, verweigert sich dem Diktat des Gegebenen und postuliert Freiheit in den Köpfen der Betrachter. 

 

 

 

 

                                    

 

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