LOST PLACES


IN EXHIBITION – ZEUGNIS DER VERLASSENEN ZEIT

26th September 2017 |  Austria: Zentrale HYPO Steiermark, Radetzkystraße 15-17, 8010 Graz

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Auf der Suche nach der Wahrheit des eigenen Seins in der Vergänglichkeit. 

Ein paar Sätze zum Werk von Barbara Essl von Prof. Winfried Werner Linde, 2017

Die Stätten der Vergangenheit sind in der Ansicht zerstörbar und zerbrechlich, in der Erinnerung leben sie mit allen Details fort.

Es sind immer Überschreitungen, die dokumentiert wurden, es sind Übersetzungen mit dem Machen der Erinnerungen und dem Sichtbar-Machen der Flüsse, die an der Schwelle des Nichts fließen und die Vergänglichkeit dokumentieren.

Barbara Essl ist eine Botschafterin der Vergänglichkeit und eine,  die mit ihrem Werk Hoffnung macht, dass Erinnerungen bleiben, auch wenn die Oberfläche des scheinbar Sichtbaren, des vom Menschen in die Natur Gegebenen, Veränderungsprozessen unterworfen ist. 

Die Natur ist im Werk  von Barbara Essl Teil der Kunst – im Werden und Vergehen, im Gebrauchten wie auch im Weggelegten.

Es sind immer Stationen des Werdens und Vergehens, die sichtbar gemacht werden und das Zerstörte der Technik ist wie das Vergehen des Menschlichen eine Art von Staub-Werdung, also etwas, das atemlos macht.

Das sind winzige Erkenntnisse angesichts der Größe von Kunst, die aus der Freude und der Angst gleichermaßen schöpft. Besonders sichtbar wir das Vergehen der Technik am Rand von Bahngeleisen und Autobahnen, also von Spuren, die nur scheinbar bleiben, aber bereits nach kurzer Zeit von der Natur zum Ursprung zurückgeholt werden und in der Natur aufgehen. Das ist ein Übergang, eine Überschreitung, etwas Jenseitiges.  Unter der Prämisse: Wir sind das, was wir Menschen aus uns geworden sind. 

Barbara Essls Foto-Kunst zeigt Perspektiven auf, die Licht bringen und dieses Licht zum  Schöpferischen der Vergänglichkeit werden lassen. Ein metaphysischer Moment, der sich, Bild für Bild, aufmacht, um sich wie ein Blowup zu manifestieren.

In diesem Sinn sind Barbara Essls Fotos wie Seufzer, die die Gelassenheit überwinden, die uns im Alltag des Vorüberfloppens von Bildern von den Wahrheiten ablenken.

Überschreitungen eben. Dass wir an der Schwelle des Nichts stehen.

 

 

 

 

 

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